Die „Idee“ des Seminars “Psychsomatische Grundversorgung”
Ärztin oder Arzt zu sein bedeutet,
sich in Beziehung mit seinen PatientInnen zu begeben,
durch Empathie zu einer gemeinsame Wirklichkeit zu gelangen und
in und durch diese Beziehung hilfreich und heilsam zu wirken.
Um eine derartige Beziehung herstellen und verstehend handhaben zu können,
muss ich zur Beziehungsdiagnose fähig werden,
`die Ärztin/der Arzt als Untersuchungsinstrument`,
um dann durch klärende – konfrontierende – deutende Interventionen therapeutisch wirksam werden zu können,
`die Ärztin/der Arzt als Arznei`.
Damit ich mein diagnostisches Instrumentarium richtig einsetzen kann,
muss ich seine Funktionsweise, seine Aussagekraft und seine Grenzen kennen und in seinem Gebrauch geübt sein.
Um zur Beziehungsdiagnose,
`die Ärztin/der Arzt als Untersuchungsinstrument`, fähig zu sein,
muss ich folglich über ausreichende Selbsterfahrung verfügen,
die immer wieder reflektiert und revidiert (Balintgruppe) wird.
Damit ich ein Therapieverfahren richtig einsetzen kann,
muss um die Art des Vorgehens, um erwünschte und unerwünschte Wirkungen und die Grenzen der angewandten Therapie wissen.
Um zur Beziehungstherapie,
`die Ärztin/der Arzt als Arznei`, fähig zu sein,
muss ich über Kommunikationstheorie und Gesprächstechnik Bescheid wissen, muss ich über ausreichend viel supervidierte und damit reflektierte Übung in Gesprächsführung verfügen und
so zu meiner therapeutischen Haltung gefunden haben.
Dieses Seminar will Sie
zu dieser Sichtweise hinführen – Sie von dieser Sichtweise überzeugen.
Dieses Seminar will Sie
über reflektierte Erfahrungen,
über am eigenen Leib erfühltes,
an der eigenen Seele erlebtes und manchmal auch erlittenes Wissen
zu dieser Haltung (ver)führen.
Wenn Sie das Risiko eingehen – wenn Sie die Chance ergreifen
sich auf diesen Prozess einzulassen,
in sich Änderung (kognitive und emotionale) zuzulassen,
dann werden Sie auch die Beziehungen mit ihren PatientInnen
(und nicht nur mit diesen)
anders erleben, anders verstehen und anders nutzen können.
